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TV-Tipp

TV-Tipp: Warzen -  Was hilft wirklich?


Warzen sind unansehnlich, manchmal schmerzhaft und häufig hartnäckig. Betroffene "doktern" oft monatelang an ihnen herum. Welche Methoden nützen etwas und welche sind nur Ammenmärchen? Was kann der Arzt tun? Und wann kann eine Warze gefährlich werden?

Warzen sind gutartige, aber leider meist sehr ansteckende Epithel-Geschwülste der oberen Hautschicht. Sie entstehen durch sogenannte Humane Papillomaviren, die in die Haut eindringen. Durch Körperkontakt werden sie übertragen, lauern aber zum Beispiel auch auf Böden von Sauna, Schwimmbad oder Sporthallen.
 

Häufige Warzentypen

Vulgäre Warzen: Sie werden auch gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen genannt. Es sind verhornte Knötchen, die sich vermehren können. Oft bildet sich nur eine Warze, später entstehen dann kleine Tochterwarzen rundherum. Sie sitzen vor allem an Händen, aber auch Füßen.

Dornwarzen: Sie  bohren sich wie ein Dorn in die Haut, wachsen an den Füßen nach innen und können beim Gehen heftige Schmerzen auslösen. Sehr tiefe Dornwarzen sind schwer zu behandeln. 

Juvenile Warzen: Das sind weiche, flache, runde Knötchen. Sie treten hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen auf, meistens im Gesicht.

Feuchtwarzen: Sie werden auch Feigwarzen genannt und treten hauptsächlich an den Geschlechtsorganen auf.
 

Die besten Tipps zum Schutz vor Warzen:
  • Handtücher und  Waschlappen nicht  teilen oder vertauschen.
  • Nach dem Baden im Schwimmbad sollten Finger und Füße gut abgetrocknet werden. Immer Badeschuhe tragen.
  • Handtücher oft wechseln und vorsichtshalber mit 90 Grad waschen, damit Viren nicht überleben.
  • Ist schon eine Warze da, Vorsicht beim Eincremen: Die Warze aussparen, sonst droht Verbreitung durch Selbstansteckung.
     

Welche Behandlung hilft?
 

Warzen können von allein abheilen, wenn das Immunsystem sie bekämpfen kann. Doch das kann bis zu zwei Jahre dauern.
Sehr wirksam ist die Behandlung mit Salicylsäure. Diese wird auf die Warze aufgetupft und bewirkt eine Abtragung der Hautschichten und  irgendwann auch der tiefer sitzenden Viren. Es gibt auch Pflaster mit Salicylsäure. Wichtig: Die Behandlung muss konsequent durchgeführt werden - bis zu drei Monate. Außerdem sollte die Salizylsäure nicht auf die gesunde Haut kommen.

Effektiv ist auch eine Vereisung. Mittlerweile geht das auch per Selbstbehandlung mit einem Vereisungs-Set aus der Apotheke. Das Flüssig-Gas-Gemisch hat eine Temperatur von -57 Grad, im Idealfall fällt die vereiste Haut mit der Warze nach etwa 10 bis 14 Tagen ab. 

Natürliche Hilfe: Schöllkraut

Wer es natürlicher will: In Gärten und an Straßenrändern wächst Schöllkraut. Der Saft wird einfach aufgetupft, er hat eine antivirale und heilsame Wirkung. Schöllkraut gibt es auch als Salbe in der Apotheke. Ein weiteres Naturheilmittel ist Thuja, ein Extrakt vom Lebensbaum. Thuja gibt es als Tropfen oder Tabletten.

Glauben hilft

Im Internet finden sich auch zahlreiche Tipps. Angeblich sollen Teebaumöl, Kreide, Nagellackentferner, Zitronensaft, Urin oder Speichel helfen. Auch ist von Warzenbesprechung und Schneckenschleim die Rede. Da hilft wohl mehr der Glaube. Prof. Heidelore Hofmann von der Klinik für Dermatologie der TU München ist sich sicher, dass Suggestion bei der Warzenbehandlung helfen kann.
 

Andere Methoden, um die Warze zu behandeln, ist die Vereisung, allerdings vom Arzt durchgeführt. Hierbei ist der flüssige Stickstoff noch kälter als das Mittel aus der Apotheke. Eine andere Variante ist der Laser: Hierbei wird die Warze regelrecht herausgebrannt. Unter Umständen können dabei aber Narben zurückbleiben.

Fazit

Es ist schwierig zu sagen, wem was am besten hilft. Bei dem einen hilft die Operation oder das Medikament und bei dem anderen ein Stück Kreide. Wichtig ist: Ausprobieren und positiv Denken. In jedem Fall sollten Sie sich vom Arzt oder Apotheker gut beraten lassen. In wenigen Fällen kommt es nämlich vor, dass Warzen zwar so aussehen wie Warzen, aber kleine Tumore sind.


Sendetermin auf Bayern - Alpha:

Dienstag, 09. März um 12:00 Uhr

 

 

 






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